Sonntag, 11. mai 2008

Meine Tage in Seoul sind langsam aber

 sicher gezählt. Und ich würde sagen, dass ich von den "must-sees" ziemlich alles gesehen habe. Vor zwei Wochen gibt es hier in Seoul auch ein Hardrock-Cafe. Nicht das ich unglaublich begeistert wäre von der "amerikanischen" Küche, aber der Salat - mit sogar fast italienischem Dressing - war eine angenehme Abwechslung. Und die Drinks, ja die waren auch nicht zu verschmähen.

Meine Schwedische Wanderkollegin ( Angela, links; ich traf sie letztes Wochenende auf dem Seouler Hausberg und wir hatten einen riesen Spass, die Koreaner mit "Swiss und Swedish" zu verwirren, man sah ihnen z.T. genau an, dass sie den Unterschied nicht kennen) brachte noch ein hawaiianisches Päärchen mit (in their 50ties). Der Abend wurde mit gratis-Champagner und Elektrostringshow (koreanischer Verschnitt von Vanessa Mae) noch besser. Klar musste gestern zuerst so weit wie möglich ausgeschlafen werden.
Nur war zu meinem Pech wieder mal das verwöhnte Grosskind zu Besuch - und das schlimmste ist, wenn die Oma sie duschen will - ein riesen Geschrei - und das neben meinem Ohr. Naja, nach einem gemütlichen Shoppingnachmittag konnte ich mich abends nicht einmal mehr aufraffen, mich der "dutch party delegation" (Eigenaussage) anzuschliessen. Dafür war ich heute zeitig schon unterwegs nach Suwon, einer 1-Mio Stadt im Süden von Seoul. Sie ist bekannt für die erstaunlich gut erhaltenen Überreste ihrer Festungsmauer. Ich brauchte über zweiStunden, um die Festung zu umwandern. Sie ist mittlerweile in eine pulsierende Stadt integriert und dennoch wähnt man sich in die Zeit der Schlamm- und Grabenkämpfe zurück. Dabei kam ich auch an einem Tempel vorbei, der für den morgigen Geburtstags Buddhas wunderschön geschmückt war.

Für das "Korea Folk Village", das traditionelle Lebensweisen der letzten zwei Jahrhunderte zeigt,  blieb mir allerdings keine Zeit mehr. War etwas lazy unterwegs und nun weiss ich auch, weshalb.

Ich hab mir einen ziemlichen Sonnenbrand geholt...ich weiss nicht, wann ich mir das letze Mal Arme und Schultern verbrannt habe... Aber alles was rot ist, wird mal braun (ich weiss, schlechte Ausrede...) Naja, jedenfalls fühl ich mich ein bisschen dizzy und krieche schon bald wieder unter die Decke - schliesslich muss ich von der momentanen Ruhe profitieren. Morgen werd ich voraussichtlich noch einmal wandern gehen - ich werd noch zum Naturfritzen hier! Besonders gut tut aber der Saunabesuch nachher. Die nächste Woche dürfte anbetrachts der Ereignisse rund um Nordkorea ziemlich turbulent werden - genau das Richtige also!Ich hoffe ihr geniesst

das schöne Wetter ebenso.
Ganz oben ein  Restaurant in meiner Nachbarschaft - so sexy ist das "pig" am Spiess kaum mehr. Und sie da unten hatte heute Abend bestimmt keinen Sonnenbrand...

von Nina
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Freitag, 9. mai 2008

1. You no longer stop at the stop sign and you never yield the right-of-way.

2. You can pick up a single strand of wet noodles with circular metal chopsticks.

3. You enjoy slurping your noodles as loudly as you can.

4. Your back is sore from bowing.

5. You can walk down the street holding hands with your buddy.

6. You can eat barefoot in a restaurant with a foot in your lap.

7. You don't get distracted in the men's room when you're standing there doing your business and the cleaning lady
bumps into your feet with her mop as she cleans around you.

8. You can cut in at the front of the line of waiting people with the best of them.

9. You can fall asleep on the city bus and wake up at your stop.

10. You can make a left turn looking only to the right.

11. You look forward to Chusok and the Lunar New Year each year.

12. You think that Korea's greatest natural resource is good looking young women.

13. You lock your door only if there's a rumor of a "weigogin" around.

14. You respond, "No, I'm in a hurry" when someone asks if you want to go by car.

15. You wear white socks with a dark suit.

16. You know that the little blue truck on fire at the side of the road sells some delicious chicken.

17. You bow at inanimate objects.

18. You walk around humming the tune the crosswalk signal plays.

19. You walk around humming the tune the transfer subway stations signal plays.

20. Your eyes are automatically drawn towards any person whose hair isn't black.

21. You answer the phone by saying "yoboseyo".

22. You suck in air through your teeth before saying "no" to anything. (haha! so true!)

23. You start growling and spitting inside your mouth to add emphasis to what you are about to say.

24. You always wave your hand to signal you are going to cut in front of another driver without looking first.

25. You select shoes based upon how easily you can get them on and off.

26. You answer "neh" even to non-Korean friends speaking English to you.

... bekam dies per Mail von meinem Vorgänger! Ganz soo schlimm müsst ihr mich nicht zurück erwarten : ) Ansonsten: bitte sofort anmerken : ) Und: besonders punkt 12 in der "female version" - nein danke!!! Ich find die nicht so cutyyyyy - (vielleicht könnte man noch anfügen, wenn man an jedes englische Wort ein yyyyy anfügt - fish --> fishyyyyy.) Aber let's stop here... to be continued. Annyonghygaeseyo ähhhh tschüssi...

von Nina
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Donnerstag, 8. mai 2008
http://www.koreatimes.co.kr/www/news/nation/2008/05/117_23809.html - Homepage des Mifaff (Ministry of Agriculture, Fisheries and Foresty) - die Abkürzungen der rund 15 Ministerien sorgen abwechslungsweise für Verwirrung und Erheiterung - ist heute allerdings nicht erreichbar.
von Nina
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Mittwoch, 7. mai 2008

Ja, es ist nicht einfach als Vegetarier hier in Korea. Vor allem stösst es hier noch weniger auf Verständnis, das Beste an der ganzen Mahlzeit zu verschmähen: der Grund in ein Bulgogirestaurant zu gehen, Hunde zu schlachten oder Schneckenhäuschen auszusaugen... So bleibt mit meist nur die Auswahl zwischen Bibimbab und Bibimbab. Und ach ja, bibimbab ; ) "Sorry, I'm vegetarian." "Ah, ok, but what about ham?" (Schinken also kein Fleisch in Korea? Ahhh sieht ja auch nicht so aus, diese Scheiben, kann ja nicht so am Tier wachsen...) Aber anyway. Zumindest meine ajuma habe ich nun so weit, dass sie mir immer gleich das Tofu hinschiebt. 
Das Thema Fleisch scheint zur Zeit jedoch die ganze Nation zu bewegen. Einerseits herrscht von Regierungsseite eine seltsame Stille, was das einstige hot topic "Vogelgrippe" anbelangt. Obwohl zumindest die englische Presse seit 3 Wochen über neue Ausbrüche und die Ausweitung des Virus' berichtet, bleibt die Webpage des zuständigen Ministeriums merkwürdig ausser "update". Klar, vielleicht ist sie es in der koreanischen Version. Aber dennoch; noch bleibt ein offizielles statment aus. Gemäss heutigen Berichten soll das Virus die suburb von Seoul erreicht haben. Und keiner rührt sich.
Auf der anderen Seite protestiert Korea. Es will kein amerikanisches Rindfleisch essen. Der neue Präsident hat nach einer langwierigen Verhandlungsphase (seit Mai 2007!) rund um das Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten endlich eingerenkt,ab mitte Jahr Rindfleisch aus den USA  auf dem koreanischen Markt zuzulassen. SKANDAL! Schliesslich sind in den letzten 5 Jahren ganze 2 Fälle von BSE in den USA aufgetaucht. Die ganze Hysterie, die bereits öffentliche Proteste nach sich gezogen hat, ist auch mit vegetarischem Verstand nur schwer nachvollziehbar. Schliesslich ist die USA selbst für paranoide Kontrollen bekannt - und hat für die Koreaner mehrfach die Unbedenklichkeit des Fleischgenusses abklären lassen. Da kommt ein zweifacher Verdacht auf: wie war das noch mal mit dem Protektionismus für der eigenen Landwirtschaft? Und ach ja, es hat sich in der Geschichte der jungen Demokratie schon mehrmals wiederholt: zuerst einen Präsidenten überdeutlich wählen, dann ihm aber innerhalb kurzer Zeit kräftig gegen das Schienbein treten, dass er nur ja nicht übermütig wird (bereits der vorhergehende Präsident war bald nach seinem Amtsantritt mit einem impeachment-Verfahren konfrontiert worden). Tatsächlich ist es aber nicht ratsam, mit dieser Ansicht an einen Koreaner heranzutreten - erst recht nicht mit "aber findest Du das nicht etwas übertrieben..." Tatsächlich ist dieses Thema sensibel mit Bedenken um die Gesundheit verbunden, vielleicht so wie wir das mal mit den Mobilfunkantennen waren - die Hysterie war auch schon schlimmer, nicht war? Also - lieber diplomatisch schweigen.
Ja und dann - die Cervelatkrise. Es tut mir aufrichtig leid für alle patriotischen Grillmeister. Aber als ich heute diesen Artikel "Cervelat in Gefahr" entdeckte, musste ich doch ein paar Mal den Kopf schütteln. Ich dachte, das Thema sei im Kopf-Tuch-Skandal und Drama Widmer-Schlumpf untergegangen. Aber nicht in der Zeitschrift für Auslandschweizer - schliesslich geht es um nationale Fundamente. Aber: Taskforce Cervelat? Standardgrösse? Die Wurst lässt sich mit Därmen aus Uruguay schlechter schälen? (ist man die nicht mit Haut?) Suche nach Notlösungen? Und man stelle sich vor: die EM, oder geschweige den ersten August ohne Cervelat! Bitte? Staatskrise? Man kann ja lange die Koreaner belächeln, aber das scheint mir doch auch eher fragwürdig. Sogar ein Deutscher Kollege fand es die Mühe wert, mir zum "Aussterben der Nationalwurst" zu kondolieren... Jaja, ich weiss, ich kann ja nicht mitreden. Aber kann man nicht vielleicht die St. Galler Bratwurst zur neuen Nationalwurst machen?  
Puh nach so viel Fleisch hab ich nun echt Lust auf ein bisschen Schokolade: Kein BSE. Keine "avian flu". Und schmeckt auch ohne brasilianischen Rinderdarm.

von Nina
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Sonntag, 4. mai 2008
Die LaternenParade zu Buddhas Birthday hat schon heute stattgefunden. Vor dem zweistündigen Umzug nach dem Eindunkeln fand ein Strassenfest statt, wo man Laternen basteln, koreanische Tänze schauen und verschiedenen Food ausprobieren konnte. Die Musik war allerdings für unser Gehör etwas gar dissonant... und auch die "Viecher" an der Parade gaben komische Laute von sich... hier ein Filmchen zur
Illustration (sorry unser dummes Geplapper, aber wir waren wohl ein bisschen übermüdet...) http://www.youtube.com/watch?v=tY27A9asaJA Ich habe noch nie so viele "foreigners" in Seoul gesehen wie heute! Wo die plötzlich alle herkommen? Ja und dann wird auch Seoul zum Dorf: natürlich bin ich meinem Chef in die Arme gelaufen. Das Highlight war der mit hunderten von Laternen dekorierten Jogyesa-Tempel, einer der wenigen buddhistischen Tempel in Seoul. Leider begann es zu regnen und auch während der Parade, die von unzähligen Schaulustigen gesäumt wurde, war das Wetter ziemlich ungemütlich. Ausgerechnet! Die Teilnehmenden liessen sich die gute Laune aber nicht nehmen, da waren Menschen aus allen bhuddistischen Ländern (Süd)Ostasiens, Alte, Junge, Studenten, vieeeele Kinder und Mönche. Eigentlich wollten wir noch an eine Outdoorparty (World DJ Festival) am Fluss unten, aber nur in Sandalen und ohne Pulli verzichtete ich lieber. Und wies halt so ist in einer solch grossen Stadt: man geht nicht einfach schnell nach Hause und holt sich das Gewünschte - das braucht mehr als ne Stunde Zeit. Hier unten also ein paar Impressionen eines wahrlich schönen Events - eine Mischung zwischen Fasnacht, "Carneval" und tradionellem Umzug.
 
von Nina
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Samstag, 3. mai 2008
29 Grad! Am besten etwas raus aus der stickigen Stadt. Der Seoul Grand Park, südlich des HanRivers in der Suburb von Gwacheon gelegen, ist ein riesiges Naherholungsgebiet, umgeben von bewaldeten Bergen. Es sieht fast ein bisschen aus wie zu Hause. Auch das Korean Museum of Contemporary Art befindet sich zwischen einem riesigen Zoo, Wanderwegen und Mini-Europa-Park (Seoul Park). Es brauchte zwar etwas Überwindung, bei diesem Traumwetter in ein Museum zu gehen, aber es hat sich wahrlich gelohnt. Die hiesige Kunst ist schon ziemlich anders als in Europa - aber meines Erachtens doch ziemlich ansprechend; vielleicht auch ein gewisser Exotikbonus. Allerdings mal wieder nicht ohne Erinnerung an die Schweiz: unter den neuesten Errungenschaften war ein "Tinguely". Sein Geknatter war bis in den obersten Stock des riesigen Gebäudes zu hören (siehe oben). Da die meisten meiner Kollegen ausserhalb von Seoul unterwegs sind, nutze ich dieses Wochenende, um mal endlich nachzuschlafen, damit vielleicht am Dienstag mal niemand fragt, ob mein Wochenende denn so streng gewesen sei (gsehsch müed us; ah scho wieder bi dä Kafimaschine...) : ) Zudem habe ich nach drei Stunden Tennis gestern (und einer kläglichen Niederlage) grausam Muskelkater, und das in Bereichen, von denen mir nicht bekannt war, dass sie beim Tennisspielen beansprucht werden... Aber Sport hat wahnsinnig gut getan! Unten ein paar Impressionen eines Samstags im grüneren Seoul.

von Nina
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Donnerstag, 1. mai 2008
Okeeee, liebe Mama, Du hast es nicht anders gewollt... Wenn Du nicht zu Hause bist und Dein Handy ausschaltest, muss es eben auf diese Weise übermittelt werden... Denn ich weiss ja, dass Du den Blog einmal täglich besuchst. Alles alles Liebe zum Geburtstag!!! Auch wenn ich soo weit weg bin, so drück ich Dich ganz ganz fest!!! Geniess Deinen Tag, ich denk a Dich! Muaaah! Und alle andern, geniesst den freien Tag : )
von Nina
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Donnerstag, 1. mai 2008

Nein, ich hab mich nicht für einen spontanen Segeltörn entschieden, der erste Mai ist in Korea nämlich sowieso kein Feiertag. Dafür der 5. (Tag des Kindes); also doch noch ein langes Wochenende.
Nach einem relativ anstrengenden Tag entschloss ich mich gestern, mal wieder einen faulen Abend einzuschalten, mit der Waschmaschine versteht sich (das ist ein anderes Kapitel - ein Wunder dass sie mir erst zwei T-Shirts ruiniert hat) Das Wasser war plötzlich da, und ich möchte nicht wissen, wie lange schon, es war nämlich schon ziemlich viel. Als ich das Bett zur Seite rückte sah ich, dass mein ganzer Plunder unter dem Bett schon durchnässt war und in der Brühe schwamm. Es roch nach Seifenlauge. Die ajuma schaute mich entsetzt an, als wäre das meine Schuld. Papa Lee, seinem Atem an mal wieder von einer Soju-Runde zurück, musste sich dann auf ihren Befehl mit den Gummihandschuhen und Lappen auf den Boden knien und das Wasser abschöpfen. Jaja, zu Hause hat die Frau das Sagen (wenn auch sonst nicht viel) Meine sehr labile Kleiderstange landete vorerst in der Küche, allerdings fühlte sich da nicht sehr wohl. Meine Anzüge und (gebügelten!) Blusen lagen bald auf dem Boden verstreut, ebenso wie meine ca. 10 paar Schuhe... Ich hatte nun ziemliche Mühe, die in Asien - und besonders in Korea - geforderte Contenance zu wahren. Immer mehr Leute standen in der Wohnung, in meinem Zimmer, gestikulierten, telefonierten und schoben mich von links nach rechts. Wie immer war natürlich die Sprache ein riesiges Problem. Zum Glück war noch eine Kollegin zu Hause, die mir dann erklärte, dass wohl die Wasserleitung, die unter meinem Zimmer verläuft, gebrochen sei. Und heute komme bestimmt niemand mehr. Aber morgen. Ja, hoffen wirs.

Als sich die ganze Aufregung etwas gelegt hatte musste ich dennoch raus, es fiel mir zu schwer, mich zu beherrschen. Das konfuzianische Verständnis von "alt" hat immer recht, weil "jung" keine Ahnung ging mir ziemlich auf die Nerven. Trotz Wasserrohrbruch weiss ich noch immer, wie man Wäsche aufhängt, wo ich meine Schuhe hinstellen und dass ich meine Klamotten nicht in der Küche stehen lassen will, weil ich sonst am nächsten Morgen mit einer Kimchi-Fahne die Arbeitskollegen belästige.letzte Nacht verbrachte ich im Bett der ajuma; die arme musste die Nacht neben dem Soju-Gatten verbringen. Mein Zimmer sieht aus wie eine Baustelle: der Bodenbelag ist teilweise weg, gleichzeitig ist natürlich mein ganzer Kram noch drin... Heute morgen bin ich sogar früher aufgestanden als nötig. Bloss raus und hoffen, dass die Leitung bis heute Abend wieder im Stande ist... Daumendrückend zu Hause angekommen scheint die Welt wieder in Ordnung: kein Wasser mehr in Sicht. Und ich hab sogar eine neue Kleiderstange gekriegt, nachdem sie gestern in der Küche das Zeitliche gesegnet hatte. Kamsahamnida!!! : )

von Nina
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Montag, 28. april 2008

Samstag und Sonntag verbrachten wir zu fünft - was von der intern-Gruppe übrig geblieben ist - in Gyeongju. Diese mittelgrosse Stadt befindet sich im Südwesten von Korea, mit dem Bus ca. 4 Stunden von Seoul entfernt. Bekannt ist sie als "museum without walls"; an keinem anderen Ort in Korea sind so viele Relikte aus dem einstigen Shilla-Reich zu finden. Das markanteste sind aber wohl die Teletubbie-ähnlichen Grabhügel, die man teilweise begehen kann (das heisst - reingehen, nicht hinaufklettern, was wir nach dem furiosen Geschrei zweier empörten ajumas auch begriffen hatten... die dummen Touristen!) Am Samstag haben wir zunächst eine Wanderung zu einem Grotto gemacht, die wieder einmal steil den Berg hinaufführte. Oben angekommen genossen wir eine herrliche Aussicht, wobei im Dunst auch schwach das Meer zu sehen war. Da in einer Woche Bhuddas Geburtstag ist, war der ganze Weg zum Grotto mit farbigen Laternen geschmückt...

































Zu fünft war es natürlich eine etwas träge Sache, dafür mit einigen lustigen Intermezzos.
Wir konnten beispielsweise Jan, unser holländisches Nesthäckchen, dazu bewegen, beondaegi (gekochte Seidenwurmlarven) zu probieren (kriegt und riecht man beinahe an jeder Strassenecke).
 Mir dreht es schon beim Geruch jeweils schon beinahe den Magen um. Die Aktion weckte auch den Ergeiz von Mette, die darauf meine Cola hinunterstürzte... ; )
Auch das Schlafen war ein Erlebnis. Die koreanischen Gesellschaftsstrukturen erlauben unverheiraten Päärchen kaum Privatsphäre, weil beide meistens noch zu Hause wohnen. Also gibt es im ganzen Land in jedem Kaff so genannte Yeogwans - Lovemotels. Meistens verrät der Name schon, was Sache ist. Spätestens dann aber, wenn die Einfahrt für die Autos diskret im Hinterhof,
die Eingangstür verdunkelt ist und ein paar Lichtlein auch am hellichten Tag blinken, so handelt es sich ziemlich sicher um ein solches Päärchenhotel. Das angenehme daran ist, dass sie nicht nur unglaublich günstig, sondern auch luxuriös und sauber sind (das Kondom auf dem Nachtisch ist sogar noch als Geschenk verpackt). Klar, der Typ an der Reception hat schon ein bisschen komisch aus der Wäsche gekuckt, als wir Mädchen zusammmen ein Dreierzimmer wollten und sich die beiden Jungs für ein Doppelbett entschieden ; ) Aber der Flatscreen und das Jacuzzi waren das mehr als wert. (Oben übrigens Wunschtafeln, die Besucher jeweils bei Tempeln zurücklassen - die erste Schweizerin, die mir begegnet ist)
Tatsächlich waren wir so k.o. dass wir bereits um 10 im Bett waren und schliefen.
Am Sonntag dauerte es zunächst einmal ewig, bis die Koffeinsüchtigen in der Provinz einen trinkbaren Kaffee gefunden hatten - Es lebe Ronald McDonald - und der McMuffinburger dazu ; ) Wir schauten uns danach noch ein paar Teletubbiehügel und ein paar Palastrelikte an, die immer in sehr schönen Gartenanlagen gelegen sind. Zudem stiessen wir auf ein wunderschönes Rapsfeld,wo Koreaner mit ihren hightech-Fotoausrüstungen aufwarteten.
Wir genossen schliesslich - müde wie wir waren - noch ein bisschen das schöne Wetter, in dem wir uns zwischen  
den Teletubbie-Hügeln niederliessen, Soju tranken und uns gegenseitig mit dummen Logikspielchen in den Wahnsinn trieben... Die Rechung bezahlte ich allerdings heute, in dem ich sehnsüchtig darauf wartete, das Büro wieder verlassen zu dürfen (ich benötigte doch beinahe 3 Stunden, um einen 14-seitigen Text zu überarbeiten...) Darum ist jetzt auch bereits Schlafen angesagt, es ist ja erst Montag! 
Hier unten noch zwei Dinge, die mir während der letzten Woche aufgefallen sind: Zum einen:
bitte nicht braun werden - das andere,  ohne Worte ; )

 

 

von Nina
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Freitag, 25. april 2008

 

Tausend Dank für das Päckli!!Man hat ihm die lange Reise wahrlich angesehen, ziemlich lädiert war das gelbe "SwissPost-Päckli". Auch wenn die Schoggi ein bisschen weich geworden ist - sie schmeckt noch besser als zu Hause! ; ) Schon ist nur noch eine Schachtel übrig - zwar sind ja offiziell alle auf Diät, aber in der Botschaft soll es scheinbar Mäuse haben : ) Dankedankedanke!!!
Gestern war ich noch mit ein paar Kollegen unterwegs und wir kamen zufällig an den schon ausgestellten Laternen fur Bhuddas Birthday vorbei. Wunderschön, ich freu mich schon auf die Parade am 11. Mai.

von Nina
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